Wildbienen wie die Mauerbiene siedeln oft in waagerechten Stängel und anderen Hohlräumen. Diese werden regen- und windgeschützt an einer sonnigen Stelle angebracht.
Geeignet ist Schilf, Knöterich, Bambus und andere hohle und stabile Stängel.
Hier ist weniger mehr. In der Natur sind Wildbienen solitär lebend. Jede Biene hat ihr eigenes Zuhause. Wenn wir dies in unseren Insektenheimen nachahmen, erhöhen wir die Lebensqualität und senken das Risiko für Parasiten und Fressfeinde.
markhaltige und hohle Stängel senkrecht
Wildbienen wie die Maskenbiene, Blattschneiderbiene, Löcherbiene und viele weitere nutzen diese Heime. Dafür werden einfach nach dem Verblühen die Stängel der Pflanzen abgeschnitten oder umgebrochen, so dass ein einzelner Stängel stehenbleibt. Dieser wird meist im Spätsommer besiedelt, im Frühjahr darauf schlüpft der Nachwuchs. Gut geeignet sind: Holunder, Brom- und Himbeere, Herzgespann, Königskerze, Wildrose, Schilf, Diestel und Beifuß.
Steilwand
Pelzbienen, Seidenbienen, Schmalbienen und andere siedeln gern in Steilwänden. Diese sind in der Natur immer weniger zu finden, so dass wir hier besonders wertvollen Lebensraum schaffen können.
In sonniger und regengeschützter Südausrichtung werden z.B. Tonröhren (mind.20-30cm tief) aufeinandergestapelt und mit einem Lehm-Feinsandgemisch befüllt. Diese werden beim Befüllen schichtweise festgestampft und hingelegt. Ein paar Löcher, mit einem dünnen Zweig dienen als Einladung, die Bienen graben selbstständig weiter.
Sandarium
Sandbienen, Schmalbienen und Maskenbienen graben gern ihre Brutgänge im Boden. Hierfür benötigen sie eine offene, warme Fläche, die größtenteils frei von Bewuchs ist. Wenn wir auf kleiner Fläche unterstützen möchten, nutzen wir mind. 40x40x40cm. Möglich ist dies auch mit z.B. einem Tontopf, bei dem der Boden entfernt wird, damit Wasser abfließen kann und die Biene ggf. Tiefer graben kann. Als Substrat ist gut ein Sand-Lehm Gemisch geeignet, aber auch feste Erde oder ein Gemisch davon wird je nach Art angenommen.
Totholz
Wildbienen wie die blaue Holzbiene suchen gezielt nach morschem
Holz.
Abgestorbene, sonnenbeschienene Bäume sind ihr bevorzugter Lebensraum.
Dort bauen sie ihre Bruthöhlen, die bis zu fingerdick werden können und gut 30cm in die Tiefe reichen.
Auch für eine Vielzahl von Käfern ist Totholz überlebenswichtig. Am Anfang der Nahrungskette sind sie unverzichtbar für Vögel und Kleinsäuger.
Hier schaffen wir ein unglaublich wertvolles Habitat, wenn wir Totholz stehen lassen können.